KLEINE GOURMANDISEN

BuchcoverCover

„kleine gourmandisen“ (klein geschrieben!) heißt eine neue Buchreihe des Wiener Mandelbaum Verlages. Mit den schmalen, hübsch gestalteten Büchern (keine Fotos, dafür aber ein paar feine Zeichnungen und insgesamt ein gelungenes Layout) will man „verborgene Schätze heben, die ein wenig in Vergessenheit geraten sind“. Und so sind die ersten drei Bände der Reihe der Quitte, der Esskastanie und der Roten Rübe gewidmet. Auf jeweils sechzig Seiten gibt es – natürlich – Rezepte und auch viel Interessantes zu Botanik, Kulturgeschichte und Wirkungsweise der jeweiligen Gourmandise. So etwa, dass der „Urahn“ der Roten Rübe, die „Beta maritima“, aus Südwestasien kam (das lateinische „beta“ für „Rübe“ hat sich in der Bezeichnung „Rote Bete“ erhalten), dass Rote Rüben schon in der Antike sehr geschätzt wurden, man damals aber – und noch bis weit in die Neuzeit – vor allem die Blätter und Blattstiele, jedoch kaum die Wurzeln verwendete. Die Rote Rüben-Expertin und Ernährungswissenschaftlerin Margot Fischer weiß aber auch zu berichten, dass es die Bete nicht nur in Romane, sondern auch in den Zaubertrank der Comicserie „Asterix“ geschafft hat: „In Band 26 geht die als essentiell für die Wirkung des Zaubertrankes bezeichnete Zutat Steinöl aus. Sie wird kurzerhand durch den Saft von Roten Rüben ersetzt mit der positiven Nebenwirkung, dass sich auch der Geschmack verbessert.“ Ausgesuchte Geschmackserlebnisse liefert Fischer dann mit einer Reihe von Rezepten, die von Kuriosem, wie etwa Rote Rübe als Kakaoersatz und einem Rote Rüben-Gugelhupf, über internationale Spezialitäten, wie Rote Rüben-Dip aus Ägypten, russischem Borschtsch und italienischen Rote Rüben-Teigtaschen, bis zu einem Rote Rüben-Smoothie und einer Rote Rüben-Quiche reichen. Und, so verrät Margot Fischer, auch als Gesichtsmaske sind Rote Rüben durchaus zu empfehlen.

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