HEDY LAMARR

Hedy Lamarr im Film The Heavenly Body, 1944. Abb. WikipediaHedy Lamarr im Film „The Heavenly Body“, 1944. Abb. Wikipedia

Als „erste umfassende und kritische Biografie“ preist der Molden Verlag das Buch über „Hedy Lamarr. Filmgöttin, Antifaschistin, Erfinderin“ von Michaela Lindinger an. Und tatsächlich ist es der Autorin in spannender und auch unterhaltender Weise gelungen, ein Lebensbild dieses frühen Weltstars des Films zu verfassen. Der Bogen reicht dabei von der behüteten Kindheit von Hedwig Kiesler, so ihr Geburtsname, in Wien, über ihre Hauptrolle in dem Sensations-Film „Ekstase“ (1933), ihre Ehe mit dem österreichischen Waffenfabrikanten Fritz Mandl bis zu ihrer Hollywood-Karriere, die sie 1938 unter ihrem Künstlernamen Hedy Lamarr begann.

BuchcoverAuf Basis ihrer grundlegenden Recherchen hat es Michaela Lindinger verstanden, so manche klischeehafte Darstellung zu hinterfragen und entsprechend zu korrigieren. Letztendlich fällt das Resümee der Autorin über das angeblich so glamouröse Leben der Schauspielerin bitter aus: „Hedy Kiesler war einst ausgezogen, um das amerikanische Versprechen Liebe, Leben und Freude für sich wahr zu machen. Geblieben waren ihr Tablettensucht, Einsamkeit und die Leere des ausbleibenden Glücks. Ein amerikanischer Albtraum.“

Michaela Lindinger: Filmgöttin, Antifaschistin, Erfinderin. Molden Verlag,  Wien 2019.