NEAPEL: „DAS GIBT ES ALSO WIRKLICH“

Im Folgenden werden keine neuen Hymnen und Lobpreisungen zu lesen sein, denn: Wer auch immer weltweit sich literarisch zu Neapel geäußert hat, lobte die Stadt in den höchsten Tönen. Einleitend hier aber ein paar Gedanken über Abbild und Wirklichkeit…

KARIN MICHAËLIS – PUBLIZISTIN, FEMINISTIN, PAZIFISTIN

Sie schrieb über dreißig Romane und Erzählbände, sie war erfolgreiche Kinderbuchautorin, veröffentliche Reportagen und Essays, und wenn sie einen ihrer Vorträge hielt, so sorgte dies stets für Aufsehen und volle Säle. Denn Karin Michaëlis war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Star der internationalen Literaturszene.

Karin Michaëlis, ca. 1912 (Ausschnitt aus einer Fotografie von Frank C. Bangs, Det Kgl. Biblioteks billedsamling)

PFLANZEN ESSEN

Kevin Hobbs und Artur Cisar-Erlach lieben alles, was grünt und blüht, und sie wollen, dass wir den Pflanzen mehr Aufmerksamkeit schenken. Daher traten sie eine Reise um die Welt an, um neue essbare Pflanzen zu entdecken. 70 davon stellen sie in ihrem Buch „Pflanzen essen“ vor.

PARIS: DIE ENTSTEHUNG DER WARENHÄUSER

Im Jahr 1852 wurde in Paris mit „Au Bon Marché“ das wahrscheinlich erste Warenhaus der Welt eröffnet. Die damit verbundene neuartige Inszenierung des Konsums war ein deutlicher Indikator für die grundlegenden sozialen und ökonomischen Veränderungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Pariser „Musée des Arts décoratifs“ zeigt derzeit dazu eine sehenswerte Ausstellung.

UNTERWEGS

ZÜRICH: KIKI KOGELNIK. RETROSPEKTIVE

Das Kunsthaus Zürich zeigt derzeit eine repräsentative Ausstellung über Kiki Kogelnik (1935–1997) und damit die erste große Personale in der Schweiz zum Werk der renommierten Künstlerin. Die vor allem in Österreich und in den USA tätige Malerin und Performerin pflegte enge Kontakte zur New Yorker Pop Art-Szene, ging aber ihre eigenen ästhetischen Wege. Früh thematisierte sie in ihrer Arbeit das gesellschaftliche Rollenbild der Frau – in sowohl kritischer als auch kreativer Weise. Bei aller ernsthaften Auseinandersetzung mit den Herausforderungen ihrer Zeit blieb in ihrem Schaffen ein meist heiter wirkender, farbenfroher Grundton erhalten, der Kiki Kogelniks Kunst so populär werden ließ.

Abbildungen: Ausstellungsansichten Kunsthaus Zürich, 2024. Foto: Franca Candrian, Kunsthaus Zürich, Werke © Kiki Kogelnik Foundation.

Die Kiki Kogelnik-Retrospektive ist bis 14. Juli 2024 im Kunsthaus Zürich zu sehen.

FAHRRAD UND EMANZIPATION

Die Geschichte des Fahrrades als Individualverkehrsmittel begann Mitte des 19. Jahrhunderts – und war zunächst ausschließlich Männersache.

WAS IST EIN ALKOVEN?

Johann Wolfgang von Goethe war begeistert, dass in jenem Zimmer, das er im April 1787 in einem Gasthof in Palermo bezog, „ein erhöhter Alkoven hinter Vorhängen versteckt“ war. Doch was ist ein Alkoven?

SPRACHLICHES

Foto B. Denscher

„DIE GÄRTEN DER LITERATEN“

Für Maler:innen sind Gärten oft eine Quelle der Inspiration, aber was bedeuten Gärten den Schriftsteller:innen? Dieser Frage geht die englische Gartenarchitektin Jackie Bennett in ihrem Buch „Die Gärten der Literaten“ nach.

VON GASSEN UND STRASSEN

Wien: Die Zeitungsstraße

Lyon: Die Filmstraße

Zürich: Die Literaturgasse

MENSCHEN- UND KÖRPERBILDER IM MITTELALTER

Kulturhistorische Forschungen haben sich seit Mitte der 1980er Jahre verstärkt Fragen des geschichtlichen Körpers zugewandt. Nachdem lange Zeit die klassischen Körperideale und -praktiken der Griechen und Römer im Mittelpunkt standen, entwickelte sich allmählich auch ein neues Interesse an den Körpervorstellungen des Mittelalters.
Das Landesmuseum Zürich zeigt derzeit die Ausstellung: „begehrt. umsorgt. gemartert. Körper im Mittelalter“. Dazu ist im Zürcher Verlag Scheidegger & Spiess ein ausführlich kommentiertes und sehr anschaulich bebildertes Buch erschienen.

Abbildung: Wirkteppich mit Wildmann, Hirsch und Widder, Basel, um 1480: „Ein «Wildmann» mit zotteligen Haaren führt einen zahmen Hirsch an der Leine, ein wilder Schafbock springt davon. Mit dem Leben in der Natur bilden «Wildleute» eine Gegenwelt zu den strikten Idealen und Moralvorstellungen der höfischen Gesellschaft.“ © Schweizerisches Nationalmuseum

Katti Lanner. Collage

„KATTI LANNER WAS A TRAILBLAZER“

Die „Wegbereiterin“ Katti Lanner war eine international gefeierte Ballerina, eine erfolgreiche Choreografin und hochangesehene Tanzpädagogin, sie galt als die „Königin des Londoner Balletts“ und war so bekannt, dass sie sogar im „Ulysses“ von James Joyce erwähnt wird.

Die Themen der Flaneurin:

Headerbild: Wien, Lainzer Tiergarten, Mai 2024 (Foto B. Denscher)

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