ZIEGEL

Ziegel sind nach wie vor das meistverwendete Baumaterial der Welt, Ziegel begleiten die menschliche Zivilisation von ihren Anfängen an. Luftgetrocknete Ziegel gaben schon vor rund 7.000 Jahren das Baumaterial für einfache Wohnhäuser ab.

KIKI KOGELNIK: NOW IS THE TIME

Links: Kiki Kogelnik, Fallout, ca. 1964, Öl, Acryl und Vinyl auf Leinwand. Privatsammlung, © Kiki Kogelnik Foundation. All rights reserved / Rechts: Kiki Kogelnik, Self-Portrait, 1964, Öl und Acryl auf Leinwand, Sammlung Mono Schwarz Kogelnik, © Kiki Kogelnik Foundation. All rights reserved

Es war tatsächlich höchste Zeit für eine repräsentative Ausstellung über Kiki Kogelnik (1935–1997) – und daher zeigt das Kunstforum Wien derzeit unter dem Motto „Now Is the Time“ die bisher größte Einzelpräsentation zum Werk der renommierten österreichischen Künstlerin. Die vor allem in Österreich und in den USA tätige Malerin und Performancekünstlerin pflegte enge Kontakte mit der New Yorker Pop-Art-Szene, ging aber ihre eigenen ästhetischen Wege. Früh thematisierte sie in ihrer Arbeit das gesellschaftliche Rollenbild der Frau – sowohl in kritischer als auch kreativer Weise. Bei aller ernsthaften Auseinandersetzung mit den Herausforderungen ihrer Zeit blieb in ihrem Schaffen ein meist heiter wirkender, farbenfroher Grundton erhalten, der Kiki Kogelniks Kunst so populär werden ließ.

Die Ausstellung „Kiki Kogelnik: Now Is the Time“ ist bis 25. Juni 2023 im Wiener Kunstforum Wien zu sehen, danach wird sie im Kunsthaus Zürich und im Kunstmuseum Brandts in Odense gezeigt. (bd)

DER MUFF

Der Muff sei im Winter „das Wichtigste, Wesentlichste und Entscheidendste“ der Eleganz der Dame, hieß es 1912 in einem Artikel. Heute ist der einstige Modehit fast vergessen…

AUFGELESEN...

„GROSSES AUSTERNESSEN“

„Im Jänner dieses Jahres waren circa 80 Tonnen à 1000 Stück Austern auf den Sylter Bänken gefischt worden; da legte sich das Wattenmeer voll Eis und die Austern konnten nicht nach dem Festlande verschifft werden.
Als nach reichlich 14 Tagen noch keine Aussicht vorhanden war, dass die Wattenschifffahrt wieder eröffnet werden könnte, verkauften die Austernpächter die gefangenen Austern à Tonne für 2 Taler an zu Teil bemittelte Einwohner, schenkten aber den Rest an die Armen.
Auf diese Weise verschmausten dann die Einwohner Kartums, die, obgleich sie mitten unter Austernbänken und Austernfischern leben, sonst so selten Austern schmecken, in den folgenden 8–14 Tagen circa 80.000 Stück dieser Leckerbissen.“

Meldung aus dem Wiener „Fremden-Blatt“, 25.2.1868

Abb: Piet van der Hem, Plakatentwurf für den Niederländischen Verlegerverband, 1921. Rijksmuseum Amsterdam
Franz Marc: Blaues Pferd I. 1911. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München (Creative Commons CC0 1.0) Detail.

DIE BLAUEN PFERDE DES FRANZ MARC

Es sind die ganz spezielle Farbgebung und vor allem auch die Motivwahl, die kennzeichnend für das Werk von Franz Marc sind. Denn Marc, der einer der bedeutendsten Künstler des Expressionismus war, malte vor allem Tiere – und zwar bevorzugt Pferde.

Buchcover

„REZEPT GEGEN REZEPT“

Es ist kein klassisches Kochbuch, sondern eher ein Theatersachbuch, das die Theaterärztin Lilli Nagy unter dem Motto „Rezept gegen Rezept“ zusammengestellt hat.

Ausschnitt aus dem Vorspann zu einem Stummfilm aus dem Jahr 1912 (Library of Congress, Washington)

„DIE LEIDIGE THEATERHUTFRAGE“

Eine kuriose Diskussion wurde Anfang des 20. Jahrhunderts mit einiger Emphase geführt. Es ging um „die leidige Theaterhutfrage“, die bald auch zur „Kinohutfrage“ wurde.

KUNSTSCHNEE ANNO SCHNEE

Die weltweit erste große Indoor-Skianlage wurde 1927 in Berlin errichtet. Als Basis fürs Wintersportvergnügen diente eine Mischung aus Waschsoda, Sägespänen und Wasser, darüber pulverisierter Glimmer und eine Sprühlösung aus Soda und Seife. Und auch wenn das ein wenig gruselig wirkt, so war doch das Publikum vom neuen Hallensport begeistert.

Motiv aus einem Plakat für ein Sportartikelgeschäft, Entwurf von Franz Griessler, 1928
Berlin, 1908/09

PLAKATSÄULEN AUF ALTEN POSTKARTEN

Vor einiger Zeit fiel mir eine Schachtel mit alten Postkarten „vor die Füße“. Ich hatte zuerst überlegt, wer wohl damit etwas anfangen könne, dann aber packte mich doch die Neugier. Beim Durchsehen entdeckte ich einige Karten, die – ganz nebenbei sozusagen – auch Litfaßsäulen zeigten.

Die Themen der Flaneurin: