FAHRRAD UND EMANZIPATION

Die Geschichte des Fahrrades als Individualverkehrsmittel begann Mitte des 19. Jahrhunderts – und war zunächst ausschließlich Männersache.

WAS IST EIN ALKOVEN?

Johann Wolfgang von Goethe war begeistert, dass in jenem Zimmer, das er im April 1787 in einem Gasthof in Palermo bezog, „ein erhöhter Alkoven hinter Vorhängen versteckt“ war. Doch was ist ein Alkoven?

SPRACHLICHES

Foto B. Denscher

„DIE GÄRTEN DER LITERATEN“

Für Maler:innen sind Gärten oft eine Quelle der Inspiration, aber was bedeuten Gärten den Schriftsteller:innen? Dieser Frage geht die englische Gartenarchitektin Jackie Bennett in ihrem Buch „Die Gärten der Literaten“ nach.

VON GASSEN UND STRASSEN

Wien: Die Zeitungsstraße

Lyon: Die Filmstraße

Zürich: Die Literaturgasse

MENSCHEN- UND KÖRPERBILDER IM MITTELALTER

Kulturhistorische Forschungen haben sich seit Mitte der 1980er Jahre verstärkt Fragen des geschichtlichen Körpers zugewandt. Nachdem lange Zeit die klassischen Körperideale und -praktiken der Griechen und Römer im Mittelpunkt standen, entwickelte sich allmählich auch ein neues Interesse an den Körpervorstellungen des Mittelalters.
Das Landesmuseum Zürich zeigt derzeit die Ausstellung: „begehrt. umsorgt. gemartert. Körper im Mittelalter“. Dazu ist im Zürcher Verlag Scheidegger & Spiess ein ausführlich kommentiertes und sehr anschaulich bebildertes Buch erschienen.

Abbildung: Wirkteppich mit Wildmann, Hirsch und Widder, Basel, um 1480: „Ein «Wildmann» mit zotteligen Haaren führt einen zahmen Hirsch an der Leine, ein wilder Schafbock springt davon. Mit dem Leben in der Natur bilden «Wildleute» eine Gegenwelt zu den strikten Idealen und Moralvorstellungen der höfischen Gesellschaft.“ © Schweizerisches Nationalmuseum

Caspar David Friedrich: Wiesen bei Greifswald. 1821/22. Wikimedia Commons

C.D. FRIEDRICH: DER WEITE HORIZONT

Caspar David Friedrich, der nach Albrecht Dürer vielleicht bekannteste deutsche Maler, wurde vor 250 Jahren geboren. Darauf reagiert natürlich auch der Buchmarkt mit einer Reihe von Publikationen. Eine davon stammt von der deutschen Kunsthistorikerin und Sachbuch-Autorin Kia Vahland.

„KATTI LANNER WAS A TRAILBLAZER“

Die „Wegbereiterin“ Katti Lanner war eine international gefeierte Ballerina, eine erfolgreiche Choreografin und hochangesehene Tanzpädagogin, sie galt als die „Königin des Londoner Balletts“ und war so bekannt, dass sie sogar im „Ulysses“ von James Joyce erwähnt wird.

Katti Lanner. Collage

ROY LICHTENSTEIN IN DER WIENER ALBERTINA

„High“ and „Low“ waren Kriterien, die in der Pop-Art der 1960er Jahre eine oft ironische Verbindung fanden. Ein typisches Beispiel dafür bietet Roy Lichtenstein, der die trivialen Bildwelten von Werbung und Comics zu einem eigenen, unverkennbaren Stil verband: „Ein derart in Verruf geratenes Sujet wie Donald Duck oder Micky Maus auszusuchen und dann daraus ein Kunstwerk zu machen, hatte etwas Absurdes, Komisches an sich. Vorher war man in der Kunst ernsthafter gewesen“, erläuterte Lichtenstein einmal sein Konzept der gezielten Irritation. Nun hat die Albertina in Wien diesem Klassiker der Moderne mit 89 repräsentativen Arbeiten eine sehenswerte Schau gewidmet. Im Prestel Verlag ist ein umfassender, von Kuratorin Gunhild Bauer und Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder herausgegebener Katalog erschienen, der Lust auf den Besuch der Ausstellung macht.

Abbildungen von links nach rechts: Roy Lichtenstein, Knock Knock, 1961. The Sonnabend Homem Collection, Courtesy of The Sonnabend Collection; Stillleben mit Kristallschale, 1972. Whitney Museum of American Art, New York; Purchase with funds from Frances and Sydney Lewis 77.64; Vergrößerungsglas, 1963. Privatsammlung/Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz. Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich. Alle © Estate of Roy Lichtenstein / Bildrecht, Wien 2024.

ROY LICHTENSTEIN, Albertina, bis 14. Juli 2024.

SCHRIFTLICHES

„Eines der sprechendsten Ausdrucksmittel jeder Stilepoche ist die Schrift. Sie gibt, nächst der Architektur, wohl das am meisten charakteristische Bild einer Zeit und das strengste Zeugnis für die geistige Entwicklungsstufe eines Volkes.“*
So der deutsche Architekt und Designer Peter Behrens (1868–1940), der auch eine Reihe von Schrifttypen entwickelte. Eine der bekanntesten war die 1907 für die Schriftgießerei Klingspor gestaltete „Behrens-Antiqua“.

* Zitat aus: Peter Behrens, Von der Entwicklung der Schrift. Archiv für Buchgewerbe 1903, Heft 11/12, S. 475.

Die Themen der Flaneurin:

Headerbild: Wien, Blick auf Rathaus und Burgtheater (Foto B. Denscher)

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