TEATIME IN ENGLAND

„Die Dame des Hauses bereitet den Tee zwar viel umständlicher, aber auch viel besser als wir. Die Tassen werden erst sorgfältig mit heißem Wasser ausgewärmt, der Tee abgemessen, das heiße Wasser nach gewissen Regeln darauf gegossen, und um für alle diese Mühe den gehörigen Ruhm zu ernten, wird der Reihe nach gefragt: ob der Tee nach jedes Wunsch geraten sei. Alles geschieht langsam und mit einer feierlichen Ruhe, welche die Engländer gern ihren Mahlzeiten geben, denn sie mögen dabei keine andern Gedanken aufkommen lassen, außer den des gegenwärtigen Genusses. Nur die Zeitungsblätter machen beim Frühstücke hiervon eine Ausnahme, und Herren und Damen beschäftigen sich eifrig damit.“
Aus: Johanna Schopenhauer, Erinnerungen von einer Reise in den Jahren 1803, 1804 und 1805 (Orthografie dem aktuellen Standard angepasst).
Abb.: Zuckerdose und Teekanne, Wedgwood Keramik, Staffordshire, um 1790 (Museum of Fine Arts, Boston)

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