Film & Foto

Yoichi Okamoto: Selbstporträt im Spiegel, ca. 1946

YOICHI OKAMOTO – „FOTO-HISTORIKER UNSERER ZEIT“

„Ich kann mir keine befriedigendere Arbeit mit der Kamera vorstellen, als ein Foto-Historiker unserer Zeit zu sein“ – so Yoichi Okamoto, der zu Ende des Zweiten Weltkriegs als US-Militärfotograf nach Europa kam. Hier, vor allem in Wien, schuf er in den folgenden Jahren eine Vielzahl von Aufnahmen, die zu herausragenden zeitgeschichtlichen Dokumenten wurden.

„Unerwartete Begegnung“ © Ekaterina Bee, Italien

WILDLIFE FOTOGRAFIEN DES JAHRES

Der Wettbewerb um den „Wildlife Photographer of the Year“ ist eine der renommiertesten Naturfotografie-Konkurrenzen der Welt. Vor wenigen Tagen wurde der diesjährige Sieger gekürt.

HORST H. BAUMANN – WIEDERENTDECKUNG EINES FOTOKÜNSTLERS

Bekannte Zeitschriften – wie etwa die deutsche Illustrierte „Stern“, das Schweizer Kulturmagazin „Du“ und das amerikanische „Holiday Magazine“ – brachten in den 1960er Jahren Fotos von Horst H. Baumann, der zu den „kreativsten, formal-ästhetisch mutigsten Talenten innerhalb der damaligen jungen deutschen Fotoszene“ zählte.

Sabbioneta: Galleria degli Antichi (alle Fotos in diesem Beitrag: © B. Denscher)

SABBIONETA: DIE IDEALE KULISSE

Als Bernardo Bertolucci nach einem geeigneten Drehort für seinen 1969/1970 produzierten Film „Strategia del ragno“ („Die Strategie der Spinne“) suchte, fiel die Wahl auf Sabbioneta.

GEMALTE SCHUHE

Die elfenbeinfarbigen Satinpumps der Marquise de Marigny wären auch heutzutage durchaus braut- oder ballkleidtauglich. Zu bewundern sind sie und noch viele weitere exquisite Modelle in dem großformatigen Bildband „Musée du Louvre – Gemalte Schuhe“.

LUDWIG ANGERER – DER FOTOGRAF DES KAISERHAUSES

Ludwig Angerer war einer der ersten Starfotografen: Er fotografierte Angehörige des österreichischen Kaiserhauses und des internationalen Adels, machte einige der bekanntesten Aufnahmen von Kaiserin Elisabeth und schuf zahlreiche Porträts von Prominenz aus Kunst und Gesellschaft.

ERNST HAAS. THE ART OF SEEING

Ernst Haas ist einer der international erfolgreichsten österreichischen Fotografen des 20. Jahrhunderts. Das Wiener Museum „WestLicht. Schauplatz für Fotografie“ widmet ihm derzeit eine große und längst fällige Personale.

Underwood & Underwood: Bern, um 1896. Alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder aus dem Band „Stereographic Switzerland“ stammen aus dem Schweizerischen Nationalmuseum, Zürich

STEREOFOTOGRAFIE: FRÜHE „VIRTUAL REALITY“

Die Stereofotografie ist eine frühe Form des Fotografierens, die Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Es ist eine Technik, die es möglich machte, Orte und Gegenden dreidimensional wahrzunehmen.

Maria Orska. Foto: Wilhelm Willinger, Berlin. ©KHM-Museumsverband

„GRANDIOS MARIA ORSKA“

Man nannte sie nur „Die Orska“ – denn Maria Orska war in den späten 1910er und in den 1920er Jahren einer der großen Stars des deutschsprachigen Theaters.

DAS BUCH DER WUNDERKAMMERN

Archäologische Fundstücke, seltene Metalle, Edelsteine, Goldschmiedearbeiten, Bücher, wissenschaftliche Geräte, Gemälde, Skulpturen und noch viel mehr an Kuriosem und Skurrilem ist in jenen Sammlungen zu finden, denen sich der Fotograf Massimo Listri und der Kunsthistoriker Antonio Paolucci in ihrem „Buch der Wunderkammern“ widmen.

Postkarte, Zürich, um 1910

PLAKATSÄULEN AUF ALTEN POSTKARTEN

Vor einiger Zeit fiel mir eine Schachtel mit alten Postkarten „vor die Füße“. Ich hatte zuerst überlegt, wer wohl damit etwas anfangen könne, dann aber packte mich doch die Neugier. Beim Durchsehen entdeckte ich einige Karten, die – ganz nebenbei sozusagen – auch Litfaßsäulen zeigten.

GESCHICHTEN – NICHT ERZÄHLT, SONDERN GEZEIGT

Peter Lindbergh war Fotograf, ihm gelang das Kunststück der „Untold Stories“. So heißt nicht nur die Ausstellung, die er kurz vor seinem Tod im Jahr 2019 noch selbst zusammenstellte, sondern auch das Buch, das diese Ausstellung dokumentiert.

DIE STRASSE DES ERSTEN FILMS

Der Streifen ist nur rund fünfzig Sekunden lang, doch er hat Film-Geschichte gemacht. Daran erinnert auch der Name der Straße, in der er gedreht wurde: Es ist die „Rue du Premier-Film“ – die „Straße des ersten Films“ – im 8. Arrondissement der französischen Stadt Lyon.

„THE THIRD MAN“ – DER FILM UND DIE STADT

„Man kann sich darüber streiten, was ein filmisches Meisterwerk ist, man ist sich jedoch darüber einig, daß der neue englische Film ‚The Third Man‘ (‚Der dritte Mann‘) in diese Kategorie gehört,“ schrieb der Publizist Alex Natan anlässlich der westdeutschen Erstaufführung des Films im Januar 1950 in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“.

Édouard Baldus: Paris, Place du Louvre, Pfarrkirche St-Germain-l’Auxerrois. Fotografie um 1858 (New York Public Library).

KURT TUCHOLSKY ÜBER „WUNDERWERKE DER PHOTOGRAPHIE“

Der Schriftsteller Kurt Tucholsky, der seit 1924 vorwiegend in Paris lebte, besuchte im Oktober 1927 den „XXII. Salon international d’Art photographique“. Unter seinem Pseudonym Peter Panter verfasste er einen ausführlichen Bericht über diese internationale Fotoausstellung

JOSEPH ROTH UND DIE WELT DES KINOS

Charlie Chaplins „The Kid“, jener 1921 entstandene Stummfilm, in dem ein Tramp ein weggelegtes Kind findet und es aufzieht, sei der Film, der ihm am besten gefalle. Das antwortete der Schriftsteller Joseph Roth einmal auf eine Umfrage.

Die Themen der Flaneurin: